Und nichts mehr ist wie vorher.

Martin 46 Bis heute weiss ich nicht genau, was passiert ist. Noch immer sehe ich die Bilder vor meinem inneren Auge, wie ich in den Kreisverkehr einfahre – dann höre ich einen lauten Knall. Und dann nichts mehr. Meine Erinnerung setzt wieder ein, als ein Sanitäter mit mir spricht. Seither sind viele Monate vergangen. Akutspital, zu Hause, Rehaklinik, wieder zu Hause, ambulante Physiotherapie, Arztbesuche. Ich habe versucht, die Lücken in meiner Erinnerung mit dem polizeilichen Unfallprotokoll zu füllen. Mein Leben ist nicht mehr dasselbe. Und das nur, weil ein anderer Autofahrer zu schnell in den Kreisverkehr einfuhr und meine Vorfahrt missachtete.

Die Ärzte sagten, ich bräuchte Geduld. Vielleicht würde ich von nun an für immer mit Schmerzen leben müssen. Aber ich könne sicher in absehbarer Zeit einen Arbeitsversuch starten. Vielleicht zuerst nur ein bis zwei Stunden pro Tag. Aber das sei immerhin ein Anfang, um irgendwann in den Alltag zurück zu finden. Mein Arbeitgeber wollte nicht warten, bis ich wieder soweit bin. Er hat mir einen Tag nach Ablauf der Kündigungssperrfrist die schriftliche Kündigung geschickt. Das schmerzt mich am meisten. Wie soll ich nun zurück in die Normalität finden, wenn ich zusätzlich zum Gesundwerden auch noch einen neuen Job suchen muss?

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Sind Sie oder nahe Angehörige durch eine Straftat in körperlicher, sexueller oder psychischer Hinsicht unmittelbar verletzt worden? Dann haben Sie Anspruch auf kostenlose Beratung und Unterstützung durch die Fachstelle Opferhilfe Thurgau.

Das Angebot basiert auf dem Opferhilfegesetz und einer Leistungsvereinbarung zwischen dem Kanton Thurgau und der BENEFO.

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